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Donnerstag, 26. Januar 2012

Wie eine Region sich selbst entwickelt

Letzte Woche war ich als Mitglied der Fachkommission zur Beurteilung der Projektanträge beim "Pakt Zukunft" in Heilbronn eingeladen.

Der "Pakt Zukunft" ist ein Kooperationsprojekt von Kommunen, Institutionen und Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken. Es ist angesiedelt bei der IHK Heilbronn Franken und hat zum Ziel, gemeinsam durch gezielte Regionalentwicklung den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können. Als Themen stehen unter anderem im Fokus Familienfreundlichkeit, Demographie und Kinder.

Zu diesem Zwecke werden Förderinitiativen durchgeführt: Ende 2011 wurden von der gGmbH Fördermittel für Projekte zum Thema Familienfreundlichkeit ausgeschrieben. Es wird eine Auswahl von förderwürdigen Projekten getroffen, die mit der finanziellen Unterstützung die Projekte umsetzen können.

Dieses Mal durfte ich in der Fachkommission mit diskutieren, welche Projekte zur Förderung geeignet sind - die Ergebnisse werden den Gesellschaftern des Paktes dann zur Entscheidung vorgelegt.

Diese Herangehensweise hat mich vor allem sehr positiv angesprochen, weil:

  • Über die üblichen Bekenntnisse, bestimmte Themen unterstützen zu wollen, die über 130 Projektpartner auch wirklich haben Taten folgen lassen und sich im Pakt Zukunft engagieren
  • Die Projektvorschläge aus der Region selbst kommen und nicht "übergestülpt" werden
  • Man erfahrungsgemäß so sehr hinter den Projekten steht, dass sie häufig auch ohne Förderung oder mit geringer Förderung umgesetzt werden. 
Auch wenn viele Ideen nicht komplett neu oder herausragend innovativ waren: Entscheidend war für mich, dass man sich passend für die Region bemüht hat, jeweils den richtigen Ansatz zu finden und passend zu den Rahmenbedingungen Lösungen zu konzipieren. 

Ich bin sehr gespannt, welches der Projekte letztendlich im Juni ausgezeichnet wird!

Mittwoch, 25. August 2010

Expertendiskussion mit Work-Life2.0Camp

In drei Wochen ist es endlich soweit: Das erste BarCamp zu dem Thema "Familienfreundliche Wirtschafsregion".

In den letzten Jahren meiner Arbeit in diesem Themenbereich wurde immer öfter deutlich, dass es eine gewisse Gleichförmigkeit der Veranstaltungsformate und Diskussionsthemen gibt, die es den Akteuren schwer macht, die Notwendigkeit von Veränderungen und deren Umsetzungsmöglichkeiten in die Fläche zu bringen. Auch ich freue mich immer über bekannte Gesichter bei den Veranstaltungen. Nur: Kann so die Aufmerksamkeit auf das Thema in der Zielgruppe der Unternehmen und der Akteure in dem wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden? Dies ist zumindest fraglich.

Deshalb freue ich mich besonders, dass wir nun erstmalig in Deutschland (in diesem Politikfeld und auf dieser politischen Ebene) dieses innovative und offene Veranstaltungsformat des BarCamps nutzen, um das wichtige Thema der Familienorientierung bezogen auf eine ganze Wirtschafsregion zu diskutieren. Ausgehend von der Annahme, dass eben jeder aus seinem Blickwinkel Experte in dieser Frage ist, bietet das Work-Life2.0Camp das richtige Umfeld, alle Aspekte einer familienorienterten Wirtschaftsregion - auch kritisch - zu diskutieren. Was sind die Hintergründe? Welche positiven Effekte sind realistisch zu erwarten? Was braucht es dafür? Kann Politik die Voraussetzungen schaffen oder ist hier die Akteursebene viel entscheidender? Dies sowie konkrete Themen der Maßnahmenebene (z.B. im Bereich Pflege und Betreuung von Kindern) können so einerseits multipliziert werden und andererseits aber auch infrage gestellt werden. Welche Maßnahmen sind besonders effizient, welche fordern einfach einen zu hohen Aufwand, frustrieren die Ausführenden und haben vergleichsweise geringen nutzen? Hier ist ein Erfahrungsaustausch sicher sinnvoll. Denn Erfahrungen gibt es ja bereits viele.

Für mich wäre noch ein bisher wenig insbesondere mit der entsprechenden Gruppe diskutierte Frage, welche Erwartungen die Fachkräfte von morgen an die Arbeitswelt haben. Ist den Personalern von heute bekannt, welche Wertigkeit und welche Prioritäten inzwischen für die jungen Leute wichtig sind. Die Welt und die Gesellschaft verändert sich in einem rasanten Tempo. Ist man in der Arbeitswelt darauf eingestellt?